Limited energy: Ich merke, wie mich die Arbeit sehr mitnimmt. Zwar habe ich viel Freude daran, wieder aktiv sein zu können und die Normalität zurückzugewinnen. Dennoch waren die zwei Tage im Kindergarten sehr anstrengend. Gestern Abend war dann auch noch ein Elternanlass. Also sozusagen bin ich wieder ganz im Business.
Limited hands: Da ich dieses Jahr nur kleine Kindergartenkinder habe, muss ich selber viel mehr agieren. Sie sind sehr süss und sprudeln vor Ideen. Dass es keine grossen Kinder gibt, die mal "STOPP" rufen, fehlt mir schon ein bisschen. Ich muss auf eine ganz andere Art und Weise unterrichten. Neue Herausforderungen sind auch gut! Wenn ich doch nur noch ein paar Hände mehr hätte!
Limited time: Heute Morgen hatte ich "frei". Meine Hausaufgaben für die Weiterbildung standen auf dem Programm. Ich dachte, dass mir dieser Morgen locker reichen würde, die Hausaufgaben zu machen und den morgigen Tag vorzubereiten. Fehlanzeige! Ich habe nicht einmal die Hausaufgaben fertig geschafft :-)...
Limited strength: Seit ich wieder arbeite, kommen Eltern, Kinder und andere Leute aus dem Dorf auf mich zu. Das ist ja sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Denn nun muss ich stark sein und darf nicht immer meinen Emotionen freien Lauf lassen. Ausserdem kommen einige Leute mit ihren Schicksalschlägen und was sie sonst noch alles in der Verwandtschaft erleben. Dafür habe ich im Moment die Kraft noch nicht. Ich kann zwar stark bleiben, bin dann aber zu Hause sehr emotional und "schwächlich".
Limited hearing: Gestern wollte ich meine Ohren spülen gehen, da ich nicht so gut höre. Dieses Prozedere kenne ich gut. Mein Hausarzt sagte aber, dass die Ohren ganz sauber wären. Er sehe aber das Problem schon: Die Funktion "Eustachische Röhre" wäre nicht in Ordnung. Aaaaha! Alles klar. Ich verstehe jeweils Chinesisch, obwohl das nun wirklich nicht am Gehör liegt ;-)! Nun ja, jetzt muss ich mal Kortisontröpfchen die Nase hoch sprühen und in drei Wochen wieder zur Kontrolle gehen.
Limited sleep: Eigentlich würde ich jetzt gerne in den Winterschlaf gehen. Wer kommt mit :-)?
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24.10.12
18.10.12
Anlauf holen
Diese Woche laufen die Vorbereitungen für das nächste Quartal im Kindergarten auf Hochtouren.
Da es ziemlich viel zu tun gibt, komme ich immer mehr ins Berufsleben zurück. Nur sind noch keine Kinder da. Wenn sie aber draussen spielen und immer wieder durchs Fenster gucken, dann kommt bei mir Freude hoch. Ihre Augen glänzen und ihre Neugierde ist nicht zu übertreffen.
Manchmal wäre es schön, wieder einmal Kind sein zu können. Dann könnte man unbeschwert die bunten Blätter sammeln, in einem Blätterhaufen hüpfen und gespannt durchs Fenster schauen.
Ich hoffe, dass ich diese Unbeschwertheit eines Tages wieder erleben kann. Manchmal kann ich es jetzt schon wieder. Nur diese Woche stehe ich auf HOCHspannung, weil ich HOCH gespannt bin, wie mir der Einstieg in die Arbeitswelt wieder gelingt.
Da es ziemlich viel zu tun gibt, komme ich immer mehr ins Berufsleben zurück. Nur sind noch keine Kinder da. Wenn sie aber draussen spielen und immer wieder durchs Fenster gucken, dann kommt bei mir Freude hoch. Ihre Augen glänzen und ihre Neugierde ist nicht zu übertreffen.
Manchmal wäre es schön, wieder einmal Kind sein zu können. Dann könnte man unbeschwert die bunten Blätter sammeln, in einem Blätterhaufen hüpfen und gespannt durchs Fenster schauen.
Ich hoffe, dass ich diese Unbeschwertheit eines Tages wieder erleben kann. Manchmal kann ich es jetzt schon wieder. Nur diese Woche stehe ich auf HOCHspannung, weil ich HOCH gespannt bin, wie mir der Einstieg in die Arbeitswelt wieder gelingt.
16.10.12
Angst
Seit ein paar Tagen habe ich ziemlich Angst vor dem Wiedereinstieg in den Berufsalltag. Ich finde es schwierig, wieder an den Ort zurückzukehren, wo alle meine Geschichte kenne, wo sich alle mit uns auf Julia gefreut hatten.
Meine Angst lässt sich ziemlich genau definieren. Ich habe Angst, nicht alle Anforderungen erfüllen zu können, keine Ideen zu haben, keine Zeit zum Trauern mehr finden etc.
Schlimm sind die Angstgefühle meistens in der Nacht. Da träume ich, wie ich von den kleinen Knirpsen zu Boden geschlagen werde, wie andere Lehrkräfte mir Druck aufsetzen, wie die Eltern der Kinder vor der Türe stehen und mich loswerden wollen. Zum Glück werde ich aus solchen Träumen dann jeweils von meinem Mann aufgeweckt.
Ich hoffe schon, dass ich diese Gefühle schnell loswerde. So kenne ich mich gar nicht. Und eine gute Arbeitsstelle und liebe Arbeitskollegen auch.
Hoffentlich löst sich dieser Knoten bald und kann ich mich wieder freuen auf das, was kommt.
Meine Angst lässt sich ziemlich genau definieren. Ich habe Angst, nicht alle Anforderungen erfüllen zu können, keine Ideen zu haben, keine Zeit zum Trauern mehr finden etc.
Schlimm sind die Angstgefühle meistens in der Nacht. Da träume ich, wie ich von den kleinen Knirpsen zu Boden geschlagen werde, wie andere Lehrkräfte mir Druck aufsetzen, wie die Eltern der Kinder vor der Türe stehen und mich loswerden wollen. Zum Glück werde ich aus solchen Träumen dann jeweils von meinem Mann aufgeweckt.
Ich hoffe schon, dass ich diese Gefühle schnell loswerde. So kenne ich mich gar nicht. Und eine gute Arbeitsstelle und liebe Arbeitskollegen auch.
Hoffentlich löst sich dieser Knoten bald und kann ich mich wieder freuen auf das, was kommt.
18.9.12
Ein grosser Tag steht bevor...
Heute werde ich zum ersten Mal an meine Arbeitsstelle zurückkehren und alle Arbeitskolleginnen und -kollegen wieder sehen. Ich gehe mit sehr gemischten Gefühlen. Zum einen freue ich mich, den Schritt nun endlich machen zu können, zum andern finde ich es auch sehr schwer und habe Angst, dass meine Emotionen überborden.
Es gehen mir 1000 Fragen durch den Kopf. Eigentlich bin ich wahrscheinlich einfach froh, wenn es vorbei ist. Es ist eine der sehr schwierigen ersten Konfrontationen. Es hatten sich alle so mit uns auf Julia gefreut. Die Zeit ist nun dort aber weitergelaufen. Deshalb weiss ich auch nicht, wie sie reagieren werden.
Ach, ich wünschte mir, dieser Morgen wäre schon vorbei...
Es gehen mir 1000 Fragen durch den Kopf. Eigentlich bin ich wahrscheinlich einfach froh, wenn es vorbei ist. Es ist eine der sehr schwierigen ersten Konfrontationen. Es hatten sich alle so mit uns auf Julia gefreut. Die Zeit ist nun dort aber weitergelaufen. Deshalb weiss ich auch nicht, wie sie reagieren werden.
Ach, ich wünschte mir, dieser Morgen wäre schon vorbei...
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