Huuuuiiii, die Zeit vergeht wie der (Herbst-)wind! Ich komme fast nicht zum Blog-Schreiben ;-)!
Deshalb werde ich auch erst morgen oder übermorgen eure Kommentare mal endlich beantworten - sorry!
Die erste Woche habe ich gut überstanden! Es fühlt sich immer noch sehr komisch an, wieder am selben Ort zu arbeiten. Ich werde oft auf Julia angesprochen und das braucht enorm viel Energie. Das ganze Dort weiss Bescheid und so kann ich auch nicht "rasch" ein Brötchen kaufen gehen, ohne dass ich immer wieder aufgehalten werde. Die Leute sind zwar sehr lieb und wollen das Beste, aber zeitweise erdrückt es mich fast.
Nun zum wirklich Erfreulichen: Meine Klasse besteht aus "wunder"-baren Kindern. Jedes einzelne Kind hat seine "wunder"-baren Seiten und das schätze ich nun nochmals viel mehr. Die Klasse ist sozial sehr stark und harmoniert super! Wir können viel zusammen lachen. Wer hätte gedacht, dass das schon so schnell wieder möglicht ist :-)? Wenn ich das Ganze von dieser Seite betrachte, bin ich absolut am richtigen Ort!
Heute Nachmittag war ich wieder bei der Eisen-Tankstelle. Es war schon wieder ein bisschen leichter, in die Frauenarzt-Praxis zu gehen! Vom Zimmer nebenan tönte das CTG-Gerät. Ich hörte ein Baby-Herzchen schlagen. Das war hart! Und ich konnte nicht aufstehen, noch weglaufen, noch die Ohren schliessen. Aber auch das ist irgendwie vorbeigegangen!
Nun wünsche ich euch allen schon einmal ein schönes, erholsames Wochenende! Es ist höchste Zeit, in den Winterschlaf zu gehen :-)! Morgen kommt ENDLICH der erste Schnee!!! Wer freut sich mit mir?
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26.10.12
27.9.12
Herbstgedanken
Dieses Herbstwetter, wie wir es heute haben, gefällt mir sehr gut. Blauer Himmel, Wind, ein paar Wolken, angenehme Temperatur etc.
Heute Morgen war ich zum Vorstellungsgespräch meiner neuen Arbeitskollegin eingeladen. Es war eigentlich noch ganz gut und doch empfinde ich diesen "herbstlichen" Gedankensturm. Was soll ich tun?
Es gibt zwei Bewerberinnen, eigentlich aber drei.
Szenario 1: Junge Frau, noch in Ausbildung... Ihr Stundenplan ist nicht regelmässig, im nächsten Semester sieht es schon wieder anders aus. Ich muss also bereit sein, flexibel zu sein. Im Januar hat sie ein Praktikum und muss womöglich währenddessen 100 % arbeiten.
Szenario 2: 35jährige Frau, wohnhaft im Dorf, lerne ich morgen kennen... Am Telefon mit der Sekretärin war sie eher unfreundlich. Sie könnte am Montag oder Dienstag arbeiten. An den anderen Tagen ist sie in einem anderen Kindergarten tätig.
Szenario 3: Meine Arbeitskollegin erzählte von einer super Studentin, die nun im letzten Ausbildungsjahr ist. Ich schlug sie meinem Schulleiter vor. Er rief sie an und sie scheint grosses Interesse an der Stelle zu haben. Allerdings kann sie in diesem Semester jede zweite Woche zwei Tage übernehmen und in jeder anderen Woche würde ich also voll arbeiten.
Meine Gedanken:
Eigentlich würde ich gerne mit Frau 3 zusammen arbeiten. Sie kennt die Schule schon, was für mich vieles erleichtern würde. Schaffe ich den Einstieg, wenn es gleich voll losgeht und ich nebenbei noch in einer grossen Weiterbildung bin?
Aber für Frau 1 wäre es eine grossartige Chance, wenn sie Erfahrung sammeln könnte. Mein Aufwand, mit ihr zusammen vorzubereiten, wäre wahrscheinlich etwas grösser. Frau 2 kenne ich noch nicht. Dass sie im Dorf wohnt, ist ein Vorteil.
Dazu kommt noch:
Es besteht das Interesse von Seiten der Schule, dass wir eine Lösung bis Sommer 2014 finden. Das heisst, ich müsste mich jetzt aufs Pensum im nächsten Sommer festlegen. Den Rest des Pensums müsste meine Stellenpartnerin ausfüllen. Nur gibt es da auch wieder Faktoren, die für mich unklar sind: 1. Mein Arbeitsweg ist nach dem Umzug deutlich länger. Möchte ich jeden Tag den weiten Weg auf mich nehmen? 2. Im Sommer schliesse ich meine Weiterbildung ab. Würde ich gerne in einem Teilpensum Englisch unterrichten? 3. Was ist, wenn wir uns vorher für eine Folgeschwangerschaft entscheiden? Muss ich wirklich bis Sommer 2014 damit warten?
Dieser Sturm im Kopf wird sich bestimmt bald legen und ich bin auch sicher, dass wir eine Lösung finden werden.
Morgen werde ich meine zukünftige Klasse nochmals besuchen und mit meiner Stellvertretung zusammen einen Waldmorgen gestalten. Den Gedankensturm lasse ich dann im Wald zurück und werde morgen dann bei den anderen beiden Vorstellungsgesprächen mit von der Partie sein.
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